{PROJECT} /template/homedrop.ini {MENU} 00.60.10.10 {LOGOLINKS} standard.gif {LOGOLINKSALT} Logo vom Gehörlosenverband Hamburg {LOGOMITTE} standard.gif {LOGOMITTEALT} Zeichnung von markanten Gebäuden der Stadt Hamburg. {LOGORECHTS} interessengruppen {LOGORECHTSALT} Menschen sitzen an einem Tisch und arbeiten. {TITEL} Allgemeine Gehörlosen Unterstützungsverein zu Hamburg von 1891 {DESCRIPTION} Der Gehörlosenverband Hamburg informiert über seine Aufgaben und Aktivitäten. {KEYWORDS} Gehörlose, Schwerhörige, Hamburg, Gehörlosenverband, Beratung, Gebärdensprache, DGS, Gebärden, Dolmetscher, dolmetschen, Sprachkurse, Kultur, Verein, Notruf {CONTENT}
1.Vorsitzender: Horst-Peter Scheffel
Email: hpscheffel(at)gmx.de
AGUV-Veranstalungskalender 2008
Der Verein ist am 11. April 1900 mit dem Sitz in Hamburg unter der Nummer 17 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hamburg eingetragen worden. Damit wurde der Verein rechtsfähig. Der Allgemeine Gehörlosen-Unterstützungsverein zu Hamburg von 1891 e.V., abgekürzt: AGUV, ist der älteste Selbsthilfeverein der Gehörlosen in Hamburg.
Als der "Allgemeine Taubstummen-Unterstützungsverein zu Hamburg von 1891 e.V." am 01.Januar 1891 durch den verstorbenen Schicksalsgenossen und Kommissionsrat Herrn Johannes Pacher gegründet wurde, sah man den gehörlosen Menschen noch als einen zweitklassigen Behinderten, als Stiefkind des Glücks. Man hielt ihn keiner normalen Sinnesregung für fähig und zweifelte an jedweder Bildungsmöglichkeit, weil das Gehör als Mittler zur Heranbildung der Sprache fehlte. Als in Folge geistiger Erweckung der Gehörlosen durch Einführung des Gehörlosenunterrichts das Bewußtsein geistiger und ideeller Vereinsamung erwachte, wurden allenthalben Gehörlosenvereine zur Behebung des Notstandes in geistiger und materialler Hinsicht gegründet.
Der AGUV nahm sich damals die Gehörlosenemanzipation und die Gehörlosenfürsorge zur Aufgabe. Angefangen bei der finanziellen Unterstützung und der inzwischen aufgelösten Sterbegeldkasse, befasste sich der Verein besonders mit der Altersfürsorge und Arbeitslosigkeit. Der AGUV gehört zu den Pionieren der Gehörlosenfürsorge. Das war die Geburtstunde des heutigen Gehörlosenverbandes Hamburg e.V..
Eine besondere Aufgabe hatte der AGUV auf sich genommen, um den altersschwachen und arbeitsunfähigen Gehörlosen einen möglichst angenehmen Lebensabend zu ermöglichen. Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung des AGUV vom 3. Oktober 1909 im Feldmajers Gesellschaftshaus wurde ein Fond zur Errichtung eines "Taubstummen-Altenheims" eingerichtet, das endlich, trotz Inflation und politischer Umstände von 1933 in Volksdorf, verwirklicht werden konnte. Das war der Grundstock für das heute dortstehende moderne Taubstummen-Altenheim in Volksdorf. Auch heute noch sind aufgrund der Stiftungssatzung zwei Vertreter des AGUV Mitglieder des Stiftungsvorstandes.
Aus diesem Verein AGUV entsprang zuerst am 24. November 1904 eine Abteilung "Taubstummen-Turnverein zu Hamburg", heute heißt er Hamburger Gehörlosen-Sportverein von 1904 e.V..
Wir haben auch eine Theatergruppe unter der Leitung von Kamerad Emil Weiß, der mit den Kameraden Walter Brinkel und Rudi Riskowski am 5. April 1950, einen selbständigen Verein gegründet hat. Dieser heißt Hamburger Gehörlosen-Theaterverein von 1950.
Durch Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und den Mitgliedern spaltete der AGUV wieder sich im Jahr 1951. Kamerad Arthur Schaening gründete einen eigenen Verein und nannte ihn Gehörlosen-Sparclub "Fleißige Biene" Hamburg, gegründet 1951. Ende Dezember 1980 wurde dieser Verein aufgelöst.
Im Januar 1990 schließt sich der Gehörlosen- Fürsorgeverein Harburg Wilhelmsburg, gegr. 1907, wegen Nachwuchsmangels mit uns zusammen.
Durch die Machtergreifung des Nationalsozialismus im, Jahr 1933 wurde der AGUV ein Jahr später über das Gleichschaltungsgesetz zwangsaufgelöst und alle Gehörlosen-Vereine wurden der Gau-Verwaltung des Reichs verbandes der Gehörlosen Deutschlands unterstellt.
Erst nach Ende des 2. Weltkrieges durfte der AGUV mit Erlaubnis der Militärregierung wieder unter seinem alten Vereinsnamen geführt werden.
Danach änderten sich die Zeiten. Die Wohlfahrtspflege ging mehr und mehr an als Aufgabe an den Staat und seine Organe über. Dank der in der Vergangenheit geleisteten Organisationsarbeit steht heute zwar die Geselligkeit und somit der Schutz vor Vereinsamung der gehörlosen Mitglieder im Vordergrund.
Noch heute ist der Allgemeine Gehörlosen-Unterstützungsverein von 1891 e.V. bestrebt, seine Mitglieder mit Rat, Tat und Hilfe in allen Lebensfragen zu unterstützen, besonders in sozialer und kultureller Hinsicht, weshalb Ausflüge, gesellschaftliche Spiele, Vorträge usw. veranstaltet werden.
Stolz sind wir auch darauf, daß unser AGUV von Anfang an Mitglied im heutigen Gehörlosenverband Hamburg e.V. ist, wodurch wir uns stets durch Verbesserung der Lebensumstande aller Gehörlosen einsetzten; so soll es auch in Zukunft bleiben.
Auch zum Aufbau dieses Freizeit- und Kulturzentrums haben unsere Mitglieder fleißig ihre "Bausteine" gegeben.
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen in Groß-Hamburg e.V. und dem Hamburger Senioren-Kreis, organisieren unsere Mitarbeiter regelmäßig öffentliche Rommespiele für alle gehörlosen Menschen hier im Kultur- und Freizeitzentrum der Gehörlosen.
Im Moment hat unser AGUV 57 Mitglieder und jeden zweiten Sonnabend im Monat findet hier im Kulturzentrum unsere Versammlung statt.
Seit 1987 gibt es die Abteilung Rommé, die alle 14 Tage im Kulturzentrum stattfindet. Weitere Infos unter Rommé"